Teil eines Werkes 
3. Theil (1833)
Entstehung
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dem Arme des Vaters Mi⸗li⸗machs entriſſen, er hat Felle für die Milch bezahlt.

Aber Roſa hat noch einen andern Vater, der ihr näher ſteht, den ihr der große Geiſt gegeben, der ihr das Leben gegeben hat; zu dieſem muß ſie gehen. Ich muß dich verlaſſen, Miko; ſprach ſie mit etwas mehr Entſchloſſenheit.

Der Indianer ſah das Mädchen mit einem Blicke an, in dem ſich die Hölle in ihren unterſten Tiefen zu malen anfing. Die Schuppen waren endlich von ſeinen Augen gefallen; aber ſelbſt in dieſem Augen⸗ blicke verließ ihn ſeine fürchterliche Kälte nicht, obwohl ſich der entſetzliche Sturm, der nun in ſeinem Innern zu toben begann, bereits grauſenhaft in ſeinem Farben⸗ wechſel und Mienenſpiele zeigte.

Miko, ſprach der Squire, der nicht ohne Bangig⸗ keit dieſe furchtbaren Symptome tief verſchloſſener, aber nun bald ausbrechender Wuth bemerkte,Miko, ihr habt gehört, was euch der große Krieger geſagt hat?

Der Indianer würdigte ihn keines Blickes; ſein ganzer Körper fing fieberiſch zu zucken an, ſeine Hand fuhr nach dem Schlachtmeſſer, dann ſah er wieder auf Roſen mit einem Blicke, ſo durchbohrend, daß der Squire entſetzt an ihre Seite ſprang. Zur Verwunderung des Majors hatte das Mädchen alle ihre Entſchloſſenheit, ja eine Art Hoheit erlangt.