Scham und Zorn im ungemein ſchnellen Mienenſpiele ausdrückten. Auf einmal brach er in einen lauten Schmerzensruf aus; ſeine Arme fielen ſtraff an ſeine Seite, und als ſchämte er ſich vor den Anweſenden, trat er mit den beyden Cumanchees aus der Stube.
Das Geſpräch der Indianer war im Pawneedialekte geführt worden, und hatte die Aufmerkſamkeit Aller ſehr erregt, denn es mußte offenbar etwas beſonderes ſeyn, das die Seelen dieſer an Selbſtverläugnung ſo ſehr ge⸗ wohnten Menſchen ſo außerordentlich bewegen konnte. Auch der Miko war es, aber in ſeinen ſtarren Zügen war bloß ein bitteres Lächeln zu bemerken. Als die Milizen ſahen, daß ſie vergeblich nach Auſelärund war⸗ teten, entfernten ſie ſich.
Der Miko hatte ſich in der Ecke des Feuerplatzes niedergelaſſen, und ſaß eine geraume Zeit ohne irgend ein Merkmal von Leben von ſich zu geben; dann begann er ſein Haupt zu erheben, und ſein Blick fiel auf den Seeräuber, der noch in ſeiner Ecke ſaß; wandte
ſich jedoch immer wieder mit Abſcheu von ihm. Es ſchien, als ob dem alten Manne eine Anwandlung von Neugierde ankäme, zu wiſſen, was ſeinen Feind hierher gebracht habe, und daß nur Stolz und Scheu ihn vom erſten Schritte zur Annäherung zurückhalte.
Der Seeräuber brach endlich das Eis, indem er aufſtand und an den Miko hertrat.
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