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er mit der einen Hand das Ruder handhabte, ergriff er mit der andern die Kette, die, vom Fuß bis zum Hals⸗ eiſen laufend, in der Nähe des letztern abgefeilt war. Dieſes Halseiſen beſtand aus einem fingerdicken beynahe zwey Zoll breiten Ringe, der um den Hals lief, und aus dem drey lange, daumendicke, auseinanderſtehende Haken über den Kopf hinausragten. Die lange Kette hatte er mit einer Art kindiſcher Verwunderung abwech⸗ ſelnd in der Hand gewogen, und wieder angeſtiert, dann warf er ſie in das Boot hinab, das nun raſch der Mitte zuflog.—
„ Arme Lolli, traurig ſeyn,“ hob er nach einer Weile
wieder an,„wenn Pompey nicht in die Stadt hinab
kommen, ſie in St. John wohnen, unter der Cathe⸗ drale.“
„Pompey!“ rief der vorne neben dem Britten ſitzende
Mexicaner,„deine Ketten und Fußeiſen liegen mir juſt in den Knöcheln.“
„Bleib ruhig, Pompey, ziſchelte ihm ſein Nachbar in die Ohren, ich will ſie zurückziehen.“
„„Ah Maſſa armen Pompey nicht gut thun,“ rief dieſer ſeinem Nebenmanne zu, der die Kette um beyde Füſſe des Negers herumgewunden, und ſie nun mit ei⸗ nem plötzlichen Rucke ſo ſcharf anzog, daß dem Schwar⸗ zen das Ruder entſank, und er rücklings ins Boot ſtürzte.
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