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Der junge Britte war aufmerkſam geworden.„Was gibt es? was treibt ihr mit dem armen Neger?““
„Maſſa, um Gotteswillen mit armen Pompey nicht ſo ſpaßen,“ ſtöhnte der Neger dazwiſchen.
„Nichts, Pompey,“' vergiß nur nicht den Weg zur Rechten nach Nacogdoches, erwiderte der Hintermann.
„Um Gotteswillen Maſſa nicht würgen,“ ſtöhnte der Sklave dringlicher.
„Nichts, nichts; denk an deine dicke Lolli hinter der Cathedrale und vergiß den Weg nach Nacogdoches nicht, tröſtete ihn der hinten Sitzende, der die Ketten von ſeinem Vordermanne erfaßt, dieſe durch das Halseiſen durchge⸗ zogen und ſo den armen Neger in einen Knäuel zuſam⸗ mengeſchnürt hatte.
„Maſſa⸗Maſſ⸗Ma!“ ſtöhnte der Neger, dem der Athem zu vergehen anfing.
Das Ganze war das Werk eines Augenblickes ge⸗ weſen; nur das Geſtöhn und Schlucken des im Todes⸗ kampfe röchelnden Negers war zwiſchen dem Rauſchen der Wogen und den Ruderſchlägen hörbar geweſen.
„Alle Teufel!“ rief der Britte, ſich umſehend,„was iſt das?“
Im nämlichen Augenblicke hob ſich das Bretchen, auf dem er ſaß, und er fühlte ſich mit aller Gewalt von ſeinem Nebenmanne geſtoßen, der ihn mittelſt des überſchlagenden Bretes beynahe in den Strom geſtürzt hätte. 3


