Teil eines Werkes 
2. Theil (1833)
Entstehung
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„Herren im Lande! Saubre Herrſchaft! Hat auch am längſten gedauert.“—

„Und ſo glauben Sie, Herr Merks,“ fragte der Herr Stock, deſſen etwas eleganterer Anzug einen Kleiderkünſt⸗ ler vermuthen ließ,„daß es unten nicht ganz richtig ausſteht?“ Er begleitete ſeine Frage mit einem pfiffig ſeyn ſollenden Blinzeln.

„Gedanken ſind zollfrey, Herr Stock,“ entgegnete Herr Merks.

„Ey was Gedanken!“ fiel der Herr Prenzlau ein. „Wir ſind ja in einem freyen Lande, Herr Merks.“

„Ja, Herr Prenzlau! Hört der Herr,“ verſetzte der Herr Merks,„es iſt auch noch nicht aller Tage Abend geworden. Hätten Sie geſehen, was ich geſehen habe, wie ſie alle arbeiten müſſen an den Schanzen; Alt und Jung, Schwarz und Weiß, und die ſchönſten Damen kommen in Karoſſen mit Eſſen und Trinken.“

„Ja, ja! aber die Zeitungen ſagen ja, Herr Merks, daß ſie das alles freywillig thun und daß ſelbſt Auslän⸗ der nicht an die Werke dürfen, und die Stadt hat ja keine Schanzen?“

„Ach da haben ſie ſo einen Graben aufgeworfen, Herr Prenzlau, und mit Baumwollballen etwas zuſammenge⸗ flickt. Verſtehen ja gar nichts vom Kriegsweſen. Nur ſchade um die ſchöne Baumwolle. Fünfzehntauſend Bal⸗ len! Herr je! Aber die Engländer werden ihnen ſchon

Der Legitime. II. 414