Teil eines Werkes 
2. Theil (1833)
Entstehung
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er ſich, trat vor die Thüre, ſtreckt ſeinen Hals, und ſchien zu horchen. Auf ein Mal ertönte das Dorf von einem langen, fröhlichen Ausrufe, der wie ein Lauf⸗ feuer von Hütte zu Hütte ging, zuletzt in einem wil⸗ den Chorus endigte, in dem Männer, Weiber, Mädchen, Junge und Kinder ihre gellend durchdringenden Stim⸗ men vereinigten. Der Miko war dem Council Wigwam ſchnell zugeſchritten. Das ganze Dorf war in Aufruhr. Hinter jeder Hecke, aus jedem Gebüſche, jeder Hütte ſtürzten Männer, Weiber und Kinder wie raſend auf das Councilhaus zu; ſelbſt die Anweſenheit des Miko ſchien ſie nicht in Schranken zu halten. Auf dem jen⸗ ſeitigen Ufer des Natchez hielten beyläufig dreyßig In⸗ dianer, alle zu Pferde. Mehrere ſuchten nach einer Fuhrt im Fluſſe; ungeduldig jedoch des Zögerns, ſtürzte ſich ein junger Mann mit ſeinem Roſſe in's Waſſer, und alle dreyßig folgten ihm, ſo wie ſie in Reihe und Glied ſich an ihn angeſchloſſen hatten.

Die Breite des Fluſſes, gegenüber dem Wigwam, war beyläufig fünfhundert Fuß, und die Tiefe be⸗ trächtlich. Doch die rüſtigen Reiter ſchienen in ihrem Elemente zu ſeyn, und kaum daß ſie aus ihren Gliedern brachen, ſchwammen ſie auf ihren Pferden herüber.

Der Seeräuber war haſtig an's ufer geſchritten, ſeine Zähne knirſchten und in ſeiner Miene war die gräß⸗ lichſte Wuth zu leſen.Zehn gute Stutzer nur! murmelte er dem Lieutenant zu.