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ſich einmal geöffnet hat“; ſprach der alte Mann be⸗ ſänftigend.
„Nun, das läßt ſich hören; dacht ich's doch, mein alter Freund habe eine Art Spleen vom Britten ange⸗ zogen; hoffe es wird wieder vorüber gehen. Unterdeſ⸗ ſen wollen wir ſehen was die Damen machen.“ Er ſchritt dem Vorhange zu, wollte dieſen öffnen, doch vergebens. „Iſt es nicht erlaubt?“ fragte er den alten Mann.
„Mein Bruder muß ſich eine andere Squaw ſuchen. Roſa wird nicht in ſein Wigwam gehen.“
Im Stübchen ließ ſich ein ſonderbarer Ton hören. Er klang wie ein Friedensruf, bald aber ſank er in —ein leiſes Lispeln. Es ſchien das Lispeln einer Be⸗ tenden.
Der Seeräuber war verblüfft vor dem Vorhange und dem Miko eine Weile geſtanden.„Kein Band knü⸗ pfen, die Thüre vor der Naſe verſchloſſen“, brummte er. Eh bien, nous verrons.“
Und mit dieſen Worten verließ er die Hütte.
Der alte Mann war, ohne aufzublicken, ruhig ſitzen geblieben. Zuweilen hatten ſeine harten Züge während des Wortwechſels ein verachtendes Lächeln blicken laſſen; dieß war jedoch nur vorübergehend, und er behielt ſei⸗ nen gewöhnlichen Ausdruck, nur zuletzt ſchien dieſer Mit⸗ leiden mit dem Zuſtande des Seeräubers zu bezeugen.
„Ihr habt doch nichts einzuwenden“, fragte dieſer, ſeinen Kopf zwiſchen die Thüre ſteckend, wenn ich über


