Teil eines Werkes 
2. Theil (1833)
Entstehung
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ben zu entſagen, und dann wollen wir uns hinſetzen, und ein paradieſiſches Leben halb à l'indienne halb à la française führen. Luſtig und fröhlich!

Der alte Mann, ohne eine Miene zu verziehen, ſprach: Der Miko der Oconees hat noch nie ſeine Hand in das Blut ſeiner Freunde getaucht. Er iſt arm, aber ſeine Rechte hat nie berührt, was ihm nicht gehörte. Seine Väter würden mit Kummer auf ihn herabblicken, wenn er das Band der Freundſchaft mit einem Diebe knü⸗ pfen, der große Geiſt würde unwillig ſein Geſicht vor ihm verhüllen, wenn er ſein Volk durch einen Bund mit dem Räuber entehren wollte.

Der Franzoſe hatte die Worte ruhiger, als es ſich erwarten ließ, vernommen; nur zuweilen zuckte es in ſeinem Geſichte. Plötzlich wandte er ſich.

Meint ihr ſo? ſprach er endlich.Ihr glaubt alſo beſſer ohne Lafitte zu fahren. Habe nichts einzuwenden. Hätte ichs nur früher gewußt, würde ich mir die Mühe erſpart haben, eure Grobheiten anzuhören, und euch, ſie mir zu ſagen. Adieu, Monsieur Miko.

Mein Bruder! ſprach der Indianer plötzlich und beynahe erſchrocken aufſtehend,hat Hunger; er muß eſſen; Canondah hat ihm ſein Lieblingsgericht bereitet.

Und dann mag ſich Lafitte um ein Haus weiter um⸗ ſehen? fragte der Seeräuber lauernd.

Mein Bruder iſt willkommen im Wigwam des Miko. Seine Hand verſchließt ſich nie, wenn ſie