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ſprach er,„Thorheit! Werden uns da eines ſolchen Bagatelles halber ſtreiten;— jeder thut was ihm beliebt, und wofür er haften muß.“
„Als der Miko der Oconees dem Häuptlinge der Salzſee ſeine Rechte darbot, und ihn als Freund in ſeinen Wigwam aufnahm, da glaubte ſeine Seele einen Bruder zu empfangen, der den Yengheeſe den Krieg erklärt. Hätte er gewußt, daß dieſer ein Dieb iſt“.—
„Monſieur Miko!“ unterbrach ihn der Seeräuber drohend.
„Würde er ihn nicht als Freund empfangen haben. Tokeah“ fuhr er mit Würde fort,„hat als Miko den Tomahawk gegen die Weißen erhoben, der Häuptling der Salzſee hat ihn zum Räuber gemacht. Was ſoll Er, der Häuptling der Oconees, dem Krieger des Yengheeſe ſagen, wenn Er in ſeine Schlingen fällt? Sie würden ihn an einem Baume aufhängen.“
Die Wahrheit, furchtlos und beſtimmt vom alten Manne ausgeſprochen, machte Eindruck auf den See⸗ räuber. Er ging einige Male raſch in der Stube auf und ab, und ſtellte ſich dann wieder vor den alten Mann hin.
„Laſſen wir das, Freund, ich habe die Skalps nicht gezählt, um die ihr die Schädel der Yankees betrogen, und ihr werdet nicht mit mir rechten. Was geſchehen iſt, iſt geſchehen. Die Zukunft wird vieles ändern. Ich meinerſeits bin vollkommen entſchloſſen, dem wüſten Le⸗
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