„„Canondah!“ rief der Mann, galant auf ſie zutre⸗ tend, um ſeinen Arm um ihren Nacken zu legen.— Das Mädchen ſchlüpfte aber, ohne ein Wort: als Willkommen! zu äußern, durch die Thüre.
Unſer Gaſt ſchien betroffen.— Eine Weile blickte er den Alten an, dann ſah er durch die Thüre, die das Mädchen ſo eben verlaſſen hatte.
„Was ſoll das heißen, Freund Miko?“' ſprach er end⸗ lich—„bin ich in Ungnade gefallen? Sollte mir wahr⸗ lich leid thun. Als ich über die Wieſe herkam, ſegelten eure Leute an mir vorüber, als wäre ich ein Kaper.— Ihr ſeyd kalt wie ein Nordweſter, eure Tochter ſo ſteif wie ein gefrornes Schiffstau.— Apropos. Ihr habt einen Beſuch gehabt; der junge Britte hat, wie ich ſehe, bey euch vorgeſprochen. Die Miene des Mannes fiel lauernd bey dieſen Worten auf den alten Mann, der jedoch keinen Zug veränderte.
„Von wem ſpricht mein Bruder?“ fragte der Häuptling.
„Von einem Gefangenen, einem jungen Menſchen, der, während ich zur See war, entſchlüpfte.“
„Mein junger Bruder iſt wieder gegangen“, erwiderte der alte Mann trocken.
„Gegangen?“ ſprach der andere ein wenig betrof⸗ fen.„Ihr wußtet vielleicht nicht, daß er von mir ge⸗ kommen.— Hat nichts zu ſagen“, ſetzte er gleich⸗ gültig hinzu.


