Teil eines Werkes 
15. Theil, Das Cajütenbuch oder nationale Charakteristiken : in zwei Theilen : 2. Theil (1847) Nationale Charakteristiken
Entstehung
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ihre Augen mit dem tiefblauen Himmel, ſte die ſeini⸗ gen mit dem zarten Dufte des indianiſchen Sommers.

Sie ſprangen auf, um Papa zu ſuchen, vergaßen aber unter lauter Getändel den lieben Papa. Sie waren durch das Negerdorf gegangen, ſte wußten es nicht, vor dem Quartiere wie das Herrenhaus genannt wird vorbei gekommen, auch das wußten ſie nicht, in den Garten getreten, den ſahen ſie nicht, denn er war, die Wahrheit zu geſtehen, mehr Wildniß als Garten; Phelim, unter deſſen Aufſicht er ſtand, hatte in einige der ſchönſten Parterres ſeine geliebten iriſchen Kartoffeln gepflanzt. Doch gab es noch einige ſchöne Partieen, ein Wäldchen von Oran⸗ gen⸗ und Citronenbäumen, Grotten mit Raſenbänken und andern Bänken. Auf eine derſelben ſetzten ſie ſich, um ſich abermals und abermals zu ſagen, wie unendlich ſie ſich liebten, und dann tanzten ſte wieder zugleich auf, um Blumen zu pflücken und ſich zu be⸗ ſchenken, und als er die Roſe, die ſie ihm den Tag zuvor geſchenkt, aus ſeinem Buſen und dem grünen Seidenpapier zog, in dem er ſie aufbewahrt, haſchte ſie darnach, und bat ihn, die verwelkte doch wegzu⸗ werfen; er aber verſicherte ſte, daß ſie, ſo lange er