Teil eines Werkes 
15. Theil, Das Cajütenbuch oder nationale Charakteristiken : in zwei Theilen : 2. Theil (1847) Nationale Charakteristiken
Entstehung
Einzelbild herunterladen

383 6

Aber warum? fragte ſie naiv;Papa iſt doch ſo gut, er liebt uns Beide ſo ſehr.

Glaubſt Du, Alexandrine?

O gewiß!

Ich weiß mich nicht zu faſſen, ich fühle wie im Traume. Zuweilen kommt es mir vor, als ob mein Glück noch immer nicht möglich, als ob das Ganze ein bloßer Traum wäre. 4

Und ganz ſo fühle ich. Sieh nur, ich zittere an allen Gliedern.

Und ſo thue ich.

Was iſt das? fragte ſie naiv.

Liebe, Süße!

Es muß wohl Liebe ſeyn, ſprach ſie leiſe und verſchämt die Augen zu Boden ſchlagend, ndenn ich fühlte ſo nie zuvor.

Ah, Du liebteſt aber auch nicht wie ich. Seit ich Dich zuerſt ſah, war die Welt für mich keine Welt mehr, Du warſt mir die Welt. Sinne, Verſtand, Herz, Alles war hin. Blind verließ ich Paris; ich ſah nichts, hörte nichts, dachte an nichts, als Dich.

Und ſo that ich, ich dachte an nichts, als