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„Wie, Demoiſelle Lacalle, die Tochter Monſieur Lacalle's, von dem der Graf Vignerolles— 2
„Eben dieſe, ſie war nicht bei Tiſche, weil ſie mit ihrer Gouvernante einen Beſuch bei einer intimen Freundin in der Nachbarſchaft abſtattete.“
„Alſo die Tochter von demſelben Lacalle, und wie kommt es, daß Charles—
„Mehr davon morgen, lieber Howard. Jetzt er⸗ lauben Sie—“
Und der ſchlaue Creole, wäre er nicht mein Schwie⸗ gerpapa, ſo würde ich mich des Prädikates Intriguant bedienen, dreht ſich aalartig von mir weg, um mich— an Julien anprallen zu laſſen.
Du mein Gott, wie die nun wieder ausſieht! Ich habe immer einen gewiſſen Penchant zur Creolinnen⸗ Indolenz an ihr bemerkt, aber dieſen Zug noch nicht.
Die Unterlippe, die ganze untere Kinnlade hängt doch
ſo verdrießlich, und die Mundwinkel ſo ſchmollend her⸗ ab! Sie ſieht darein, wie eine Dreißigjährige, die eine Negerin auspeitſchen zu laſſen darauf und daran iſt. „Howard, haben Sie Doughby nicht geſehen?“ „Doughby? ja doch. Es iſt noch keine halbe Stunde, mag auch etwas mehr ſeyn.“


