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Blicke auf das neue ſeltſame Tänzerpaar wie gefeſſelt. Emilie Warren kann ihre Augen kaum abwenden, ſie ſcheint ſte zu bewundern, Freude, Theilnahme leuchtet aus ihren Augen. Der Graf folgt mit wahrem Troſte ihren Bewegungen. Die junge Dame iſt wie beſchämt über ihren Triumph; denn Triumph iſt es wirklich— ſte überbietet Louiſen und Genievre, und das will Et⸗ was ſagen. Wie ſie nun die zauberiſchen nußbraunen Augen aufſchlägt, und ihr berauſchter entzückter Part⸗ ner ſie zur Allemande ſanft erfaßt, übergießt ſie eine Flammengluth. Ich glaube, wenn die Beiden in dem Augenblicke ſtürben, ſte hätten glücklich gelebt.
„Papa, was ſagen Sie dazu?“ fragte ich den ge⸗ rade an mir vorüberſchießenden Schwiegervater, wäh⸗ rend mein Blick auf Charles deutet.
Der Papa giebt keine Antwort, aber Zufriedenheit, Freude leuchten ihm aus den Augen.
„Was meinen Sie?“ fragt er zuletzt.
„Wer iſt die junge Dame?“
„Welche?“
„Je nun, die mit dem Charles tanzt.“
„Kennen Sie ſie nicht? Es iſt Demoiſelle La⸗ calle. ¹
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