Teil eines Werkes 
12. Theil, Lebensbilder aus der westlichen Hemisphäre : 4. Theil : Pflanzerleben : 2. Theil (1846)
Entstehung
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denen Blick auf ihn, der junge Menſch ſcheint ſeine Beſtnnung ganz verloren zu haben, ſteht wie ein armer Sünder, zitternd tritt er in die Reihen ein, Aller Augen ſind auf das Paar gerichtet, nur ſie ſind blind, ja wahrhaftig blind, beinahe blöde iſt ihr erſtes Auftreten. Dieſe wenigſtens macht dem creoliſchen Tanzruhm keine große Ehre. Doch halt! unſer Urtheil wäre beinahe Vorurtheil geworden. Die Pas der Beiden werden auf einmal ſo zuverſichtlich, ſo elaſtiſch, ihre Bewe⸗ gungen ſo graziös! Seht doch, Wunder über Wunder in den Beiden iſt während der zehn Sekunden eine wahre Metempſychoſe vorgegangen, ſo urplötzlich, als ſie der griechiſche Philoſoph ſich gewiß nicht träumen ließ. Dieſe Sprache! Wahrhaftig, ſie iſt deutlich ge⸗ nug, jeder Schritt, jede Bewegung redet. Dieſer Char⸗ les iſt ein ganz neuer Menſch geworden, ſo geſchmeidig, leidenſchaftlich, als ob er die Verführungskunſt bei dem athenienſiſchen Alcibiades ſtudirt hätte. Und wie ſie ihm wieder entgegen ſchwellt! anſe chmiegend, hingebend!

Und während die Muſik ſie beſteht aus dem Pianoforte, zweien aus der Hauptſtadt heraufgekom⸗

menen Violinen und einem Violoncello, und iſt vor⸗

trefflich die letzten Figuren durchſpielt, ſind Aller