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hat keine Gränzen, iſt wirklich unerſchöpflich.— Aus den Gärten ſpringt ſie hinüber ins Negerdorf, und kaum erſieht das ſchwarze Völkchen die Geſtalt des Lieblings, ſo erhebt ſich ein Jauchzen, von allen Sei⸗
ten kommen die Kinder, Knaben, Mädchen frohlockend herangeſprungen, eine ganze Heerde von ſchwarzen V Wechſelbälgen, wenigſtens hundert ſtark, vom zwei⸗ G jährigen Picanini zum zwölfjährigen Mädchen oder V„Knaben. In jede Hütte guckt ſte, ein paar Worte lacht ſie hinein, und ſpringt wieder heraus, um das⸗ ſelbe Spiel bei der nächſten fortzuſetzen. Fort geht es weiter ins Negerdorf hinab, immer fort, endlich
wendet ſie ſich:„George, wir gehen zur alten Toni, weißt Du die alte Toni, die ſchon bei Großpapa—
Es iſt die erſte Schwarze, die in die Familie ge⸗ kommen, gewiſſermaßen die Stammmutter der ſchwar⸗ b zen Generation auf der Pflanzung.„Toni!“ ruft ſie, V V„Toni, liebe gute Toni, kennſt Du Deine Louiſe nicht.“ Toni iſt eine eisgraue Negerin, die Ihr, ſäße ſte
in einem Garteneim Geſtrüppe, oder vor einer Eremi⸗ tage, unfehlbar für eine verwitterte, mit Moos über⸗ I zogene Statue halten würdet, ſo iſt ihr Geſicht nicht mit Negerwolle, nein, einem Haarmooſe überzogen,


