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„Nicht doch, Louiſe— nicht doch, Julie.— Laſſet keine Regenſchauer den heitern Himmel Eures Ehe⸗ lebens trüben, ſo lange Ihr dieſes vermeiden könnt. Wir eilen dem Vaterhauſe zu.“
Und Doughby ergreift die Hand ſeines Weibes und ſieht ihr feſt fragend in die Augen, und dieſe ſchlägt ihren Blick zu ihm auf, das flüchtige Wölkchen am blauen Horizonte ſcheint ſchwinden zu wollen, anſcheinend ohne eine Spur zurück zu laſſen; aber beachtenswerth dürfte es immer ſeyn dieſes Wölkchen, läßt vielleicht doch einen leichten Dunſt zurück; wie der Hauch, der am blank polirten Stahle hinauf⸗ gleitet, verſchwindet es, aber wenn er öfter kommt, ſetzt er jenen Roſt an, den Roſt des troſtloſen Be⸗ wußtſeyns einer verfehlt angeknüpften Exiſtenz, ge⸗ täuſchter Hoffnung, verdorbenen Lebensglückes.—
Ah, da ſind wir ja endlich gegenüber den Bluffs— ſie eilen wie Traumbilder an uns vorüber.
„Maman! rufen Beide zugleich, Louiſe und Julie. „Maman,“ rufen ſie, ihre Hände der geliebten Mutter entgegenſtreckend, und dieſe den geliebten Kindern.
Unſer Dampfer rundet dem Landungsplatze zu,
Lebensbilder a. d. weſtl. Hemiſph. III. 23


