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Die Grabesschuld : nachgelassene Erzählung / von Charles Sealsfield ; herausgegeben von Alfred Meissner
Entstehung
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44 Johanniter, zum Schutze der Pilgrime ins heilige Land geſtiftet, ſich ſpäter in einen Mönchsorden mit ziemlich freien Ordensregeln verwandelt hat. In dieſen ſollte Karl Poſtl, genügender Protection gewiß, eintreten. Es war, wie es ſo oft bei Müttern aus dem Bauern⸗ ſtande der Fall iſt, der ſehnlichſte Wunſch der Juliana Poſtl, ihren älteſten Sohn als geiſtlichen Herrn zu ſehen, in dieſem Falle als Kreuzherrn, im ſchwarzen Ta⸗ lar, das rothſeidene Kreuz auf der Bruſt.

Der Sohn gab dem Willen ſeiner Mutter nach und trat 1813 als Novize in das Prager Ordens⸗ haus. Es iſt dies das ſchöne Kloſtergebäude in der Altſtadt zunächſt der Brücke, aus deſſen Fenſtern man die herrliche Ausſicht auf den Strom und den Hrad⸗ ſchin hat. Daran anſtoßend erhebt ſich die ſchöne Kuppelkirche zu St.⸗Franz, in welcher bei großen Feſten der Generalgroßmeiſter, mit dem Schwerte

umgürtet, die Meſſe lieſt. Das Leben der Convents⸗

mitglieder iſt ein behäbiges und behagliches und ſcheint aller Aſkeſe und religiöſen Beſchaulichkeit fern zu liegen. Damit den Statuten genügt werde, die vom Orden die Pflege und Heilung der aus dem heiligen Lande kommenden Pilgrime fordern, hält das Kloſter als Pfleglinge einige alte Männer feſt, die ſich in rothe