— e 10 e—
nicht beſtimmt, ob im Quarterly oder Edinburgh, daß ich mit einem der erſten Gelehrten Philadelphias über daſſelbe zu reden kam, und zwar mit R. W—ſh der N—l G—tte, zugleich Redakteur des American Review. Er erzählte mir, er ſey mit dieſem Buche übel angekommen. Er hatte es einer unſerer gebildetſten und achtungswertheſten Damen als ein Buch voller Schönheiten empfohlen, ihr jedoch be⸗ greiflich gemacht, daß es wieder Dinge enthielte, die excep⸗ tionell wären. Die Dame wurde begierig, und er ſandte ihr das Werk. Am folgenden Tage erhielt er es mit einer Note zurück, in der ſie ihr Befremden zu erkennen gab, wie M. W-ſh es über ſich bringen konnte, einer achtbaren Frau ein Buch anzupreiſen, deſſen Verfaſſer ſo ganz aller Achtung Hohn ſpreche, die jeder Gentleman für das weib⸗ liche Geſchlecht haben ſolle. Darauf las ich es; und ich muß geſtehen, daß der Vorwurf nicht ungegründet iſt, und daß der Verfaſſer, ſo groß er als Schriftſteller ſteht, von der Heiligkeit ſeines Berufes nur ſehr gemeine Anſichten hat. Ich habe in keinem Buche alle Klaſſen des weiblichen Geſchlechtes, von der Dienerin bis zu den höchſten Ständen der bürgerlichen Geſellſchaft hinauf, ſo verworfen, ſo leicht⸗ fertig, ſo grundſatzlos dargeſtellt geſehen. Anfangs ſchien es mir, als ob der Verfaſſer dabei eine Satyre gegen ſeine eigene Nation beabſichtigte; allein näher betrachtet, ſtimmte ich der Anſicht der Reviewers bei. Es riecht wirklich, wie in dem Quarterly bemerkt ward, ſo übermäßig nach den Gewürzläden und den weniger einladenden Düften eines zu ſehr zugänglichen Actrice-Boudoir, daß wohl Damen ein eigener Geſchmack zugemuthet werden muß, deſſen nähere Bekanntſchaft zu machen. Die neue engliſche Romanen⸗


