— 143—
„Es iſt freylich wahr, daß wir unter guͤn⸗ ſtigern Zeichen nach Carlisle zogen, den letzt⸗ vergangenen 16ten November, wie ich die weiße Fahne auf dieſe alten Thuͤrme pflanzte; aber ſoll ich denn weinen wie ein Kind, weil mich das Schickſal verrieth? Ich kannte ja die Ge⸗ fahr, der ich mich ausſetzte; ich habe geſpielt, wie man ſagt: Wagen gewinnt, wagen verliert! Soll ich klagen, daß ich verlor? Aber da mir nur wenig Augenblicke uͤbrig bleiben, ſo ſagt mir, iſt der Prinz gerettet? Was iſt aus ihm geworden? Hat er das Gluͤck gehabt den Dol⸗ chen zu entkommen?“
„Gott ſey Dank! er iſt in Sicherheit!“
„Ach! Ihr kuͤhlt mir das Blut! erzaͤhlt, ich beſchwoͤre Euch!“
Waverley erzaͤhlte ihm dieſe unglanbliche Geſchichte, wie man ſie ihm erzaͤhlt hatte; Fer⸗ gus verlohr keine Sylbe, er fragte nach ſeinem Freunden, nach ſeinem Stamme.
„Er hat weniger gelitten, als die uͤbrigen,“ ſagte Eduard,„weil er ſich ſobald er ſeinem Haͤuptling verloren hatte, zerſtreute, und alſo nicht unter den Waffen war, als die Inſurre⸗ ction unterlag.“
„Ihr koͤnnt Euch nicht vorſtellen, welche
Freude Ihr mir macht,“ ſagte Fergus;„ lieb⸗
4


