Teil eines Werkes 
4. Theil (1822)
Entstehung
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Funfzehntes Kapitel.

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Letzter Abſchied.

Nachdem Waverley eine traurige, ſchlafloſe Nacht hingebracht hatte, befand er ſich bey gu⸗ ter Zeit auf der Esplanade vor der Gothiſchen Cittadelle von Carlisle. Lange wartete er auf das Oeffnen der Thore, auf die niedergelaſſene Zugbruͤcke und den aufgezogenen Schlagbaum. Er wurde in's Gefaͤngniß des ungluͤcklichen Fer⸗ gus gebracht, welches in einem alten, von Hein⸗ rich VIII erbauten Thurme befindlich war. Als man die Riegel und Schloͤſſer oͤffnete, hoͤrte Eduard das Kettengeklirr, und nur mit Muͤhe bewegte ſich ſein Freund, um in ſeine Arme zu fallen.

„Lieber Waverley!“ ſagte er mit ſtandhaf⸗ ter Stimme zu ihm,„wie erkenne ich dieſen Beweis Euerer Freundſchaft! Der gluͤckliche Au⸗ genblick, der ſich fuͤr Euch bereitet, hat mir das groͤßte Vergnuͤgen gemacht! Wie beſindet ſich die liebenswerthe Roſa? Was macht unſer Ori⸗ ginal der Baron? Wird es Euch gelingen den Baͤr, die drey Hermeline und den Stiefelknecht auf ſchickliche Weiſe zu plagiren?“—

„O lieber Fergus, wie koͤnnt Ihr in Eue⸗

rer Lage an ſolche Armſeligkeiten denken?“—