Teil eines Werkes 
4. Theil (1822)
Entstehung
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ſitzend, beſchaͤftigt, eine Art Gewand von wei⸗ ßem Flanell zu naͤhen. In einiger Entfernung ſaß eine Franzoͤſiſche Nonne, aus einem Gebet⸗

buche vorleſend, ſie legte, als ſie ihn eintreten

ſah, ihr Buch auf den Tiſch, und ging hinaus. Flora ſtand auf, um ihn zu empfangen, und reichte ihm die Hand; beide ſchwiegen einige Augenblicke. Das Geſicht dieſer reitzenden Miß hatte ſeine herrlichen Farben verloren, ſie ſchien vernichtet. Ihre ſchwarze Kleidung erhob die krankhafte Weiße ihrer Haͤnde auf's auffallendſte; ſie ſchienen vom reinſten Alabaſter zu ſeyn. In ihrem Anzuge ſchien nichts vernachlaͤſſigt; ihr Haar war zierlich und ſorgſam geordnet, wie immer, aber ohne Schmuck.

„Habt Ihr ihn geſehn?“ fragte ſie mit dumpfer Stimme.

„Ach nein! man hat mir's verweigert.“

„Sie weichen nicht von ihren Grundſaͤtzen... unterwerfen wir uns.. denkt Ihr morgen dieſe Erlaubniß zu erhalten?“

36, Vielleicht!“—

„Ach! Morgen oder niel ich hoffe,“ fuͤgte ſie hinzu, einen ſchoͤnen Blick gen Him⸗ mel ſendend,„ich hoffe auf's Wiederſehn in einem beſſeren Vaterlande!—— Es waͤre mir lieb geweſen, wenn Ihr ihn in dieſem