—
— 3—
vorbereitet. Das unſchuldige Weſen das ſie zur Welt brachte, uͤberlebte uur wenige Stun⸗ den ſeine zu zeitige Geburt, und wollte Gott, ich haͤtte Dir nicht noch mehr Ungluͤck zu ver⸗ kuͤndigen.— Wiewohl Dein letzter Brief den entſetzlichen Bericht, den wir erhalten hatten, ganz entkraͤftete, und die Kranke neu belebte, ſo glaube ich doch, daß ernſtliche— und ich kann Dir's nicht verbergen!— gefaͤhrliche Fol⸗ gen fuͤr ſie zu fuͤrchten ſind, weil der erſte Ein⸗ druck der Geſundheit der lieben Emilie außer⸗ ordentlich geſchadet hat, und ſie Dich in der Ge⸗ walt wilder und barbariſcher Feinde weiß. Ich be⸗ ſchwoͤre Dich, geliebter Bruder, verſaͤume nichts, um deine Freyheit zu erlangen, ſey es auf Dein Ehrenwort, durch Geld, oder durch Auswechs⸗ lung. Eile ſchnell zuruͤck, ich bitte Dich! Ich uͤbertreibe nichts, aber ich glaubte, Dir den wahren Zuſtand Deiner Emilie ſagen zu muͤſſen. Komm, lieber Philipp, und erfuͤlle die herzli⸗
chen Wuͤnſche Deiner treuen Schweſter!
Lucy Talbot.“
„Dieſer Brief verſteinerte Waverleyn.„Ach!“ rief er,“ waͤret Ihr nicht mich aufzuſuchen, gereiſ't, ſo geſchah dieſes entſetzliche Unheil nicht! Ich habe Ench des ſehnlich gewuͤnſchten
———
—y—


