Teil eines Werkes 
4. Theil (1822)
Entstehung
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Erben beraubt, wer weiß, ob nicht auch der ge⸗ liebten Gattinn? Gott! wie vermag ich die⸗

ſes Ungluͤck zu verbeſſern!

Es iſt eine Frau, ſagte der Obriſte,mein junger Freund, um die zu weinen ſich auch der Soldat nicht ſchaͤmen darf. Betrachtet dieſes Gemaͤhlde, es ſtellt nur ſchwach die Reitze des Originals dar. Ich Ungluͤcklicher! ich ſollte wohl ſagen ihre vergangenen Reitze! Num, Herr! Dein Wille geſchehe!

Reiſt ab, Obriſter! Fliegt ihr zu Hulſe,

verſaͤumt keinen Augenblick.

Kann ich denn? Gab ich nicht mein Eh⸗ renwort?

Ich bin Euer Buͤrge! Ich gebe Euch Euer Wort zuruͤck, und ſtehe fuͤr Alles!

Ihr wuͤrdet an Eurer Pflicht und ich an meiner Ehre fehlen, wenn ich es annaͤhme.

Alles falle auf meinen Kopf! Reiſet ab, Obriſter, reiſet! Ich bin Schuld an dem Tode Eures Kindes; ach! macht mich nicht auch zum Moͤrder Eurer Gemahlinn!

Lieber Eduard! ſagte der Obriſte, indem er ihm freundſchaftlich die Hand druͤckte,Ihr ſeyd zu ſtreng gegen Euch ſelbſt. Ihr habt

Euch nichts vorzuwerfen. Habe ich Euch mei⸗

nen Kummer zwey Tage lang verſchwiegen, ſo