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Die Geſellſchaft war unſchluͤſſig, ob man Fergus um ſein Floͤtenſpiel, oder Waverley'n um die Vorleſung eines Shakespeariſchen Stuͤcks bitten wollte. Die Wirthinn vom Hauſe, die ſehr heiter und liebenswuͤrdig war, ſchlug vor, durch die Mehrheit der Stimmen zu entſchei⸗ den, und nahm es auf ſich, ſie mit der Be⸗ dingung zu ſammeln, daß derjenige von beiden, deſſen Talent man heute nicht in Anſpruch neh⸗ men werde, verſpraͤche, es den andern Tag der Geſellſchaft zum Beſten zu geben. Das Unge⸗ faͤhr wollte, daß Miß Roſa's Stimme das Uebergewicht herbeyzufuͤhren hatte, da die Stim⸗ men getheilt waren. Miß Flora, die ſich's zur Pflicht gemacht zu haben ſchien, nie ein Wort zu ſprechen, welches Waverley'n einen Strahl von Hoffnung geben koͤnnte, hatte fuͤr die Muſik votirt, mit der Bedingung, daß der Baron die Gefaͤlligkeit haben ſollte, Fergus auf der Geige zu begleiten.„Ich wuͤnſche Euch Gluͤck zu Euerem Geſchmacke, Miß Jvor!“ dachte Eduard,„das war wohl gut genug fuͤr Glennaquoich; aber hier?“— Schon machte Fergus und der Baron die Noten zurecht, als Miß Roſa erroͤthend ſagte: Es wuͤrde ihr lieb ſeyn, den unſterblichen Shakespear kennen zu lernen.
Waverley waͤhlte das Trauerſpiel: Romeo und Julia. Er las mit viel Geſchmack und Ausdruck; er brachte ſo viel Feuer und Wahr⸗ heit in die Scene, daß er ſeine Zuhoͤrer ent⸗ zuͤckte. Einige begnuͤgten ſich, in die Haͤnde


