Teil eines Werkes 
3. Theil (1822)
Entstehung
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wied, wir der ſie vernachlaͤſſigen, und an nichts mehr denken, als einen ſeiner Mitbewerber der Gewalt, ſey es am Hofe, oder bey den Staͤmmen, zu demuͤthigen oder ſeine Beſitzungen mit einigen Bergen, Seen und die Zahl ſeiner Lehusleute zu vergroͤßern, ohne ſich darum zu bekuͤmmern, wie ſeine ungluͤckliche Gattinn ihre Tage verlebt. Bald werden dann die Freunde der liebenswerthen Roſa ſagen muͤſſen: Ach! der Wurm des Kummers naget An der Bluͤthen reitzendſter, Glanz und Friſche ſind verblichen, Die verwelket ſchmachtender: Auf dem Stengel bluͤht ſie ab, Ach ſie bluͤhte nur fuͤr's Grab!

und ſolch Ungluͤck wuͤrde das liebenswuͤr⸗ digſte Geſchoͤpf von der Welt nicht betroſſen haben, haͤtte Sir Eduard Waverley Augen gehabt! Ich weiß nicht, wie ich mich habe uͤberreden koͤnnen, daß Flora anmuthiger und ſchoͤner ſey, als Roſa! Wahr iſt's, ihr Wuchs iſt ſtaͤrker, ihre Zuͤge ausgedruͤckter, ſie hat leichtere Manieren; aber Roſa iſt viel natuͤr⸗ licher, auch juͤnger; ich zweiſle, ob Flora ihr immer ungleich bleibt. Miß Jvor mag leicht zwey Jahr aͤlter ſeyn, als ich, das muß ich heute Abend zu erfahren ſuchen!

Nachdem er dieſen Entſchluß gefaßt hatte, ging Eduard zum Thee(denn auch vor ſechszig Jahren war der in der Mode) zu einer vor⸗ nehmen, der Sache des Peinzen aufrichtig er⸗

gebenen Dame. Er fand dort, ür er es ver⸗ 2