Teil eines Werkes 
3. Theil (1822)
Entstehung
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Zwanzigſtes Kapitel.

Unbeſtaͤndigkeit.

Bin ich doch wirklich wie ein Kind!, ſagte Eduard, als er bey ſich haſtig die Treppe her⸗ auf rannte.Was geht's denn mir an, daß Fergus Miß Roſa heirathen will?.. Ich liebe ſie ja nicht! Moͤglich, daß ſie mich geliebt haͤtte; aber ich habe ihre einfache, na⸗ tuͤrliche Zuneigung verſchmaͤht, um vergebens fuͤr eine Hochmuͤthige zu ſeufzen, die nieman⸗ den lieben wird, wenn nicht etwa der Herzog von Berwick wieder auf die Welt kommt. Eben ſo ungerecht bin ich auch gegen den Ba⸗ ron geweſen. Nie haͤtte ich den Gedanken gehabr, ihm in der Baronie zu folgen; er waͤre nicht von der Furcht gequaͤlt worden,

ſein Geſchlecht erloͤſchen zu ſehen. Gern haͤtte

ich den Moraͤſten von Tully⸗Wedlan und den Stiefelknechten entſagt. Mit dem Geſchmack an haͤuslichem Gluͤcke, mit dem einzigen Be⸗ duͤrfniß zu lieben und von ihren Verwandten und Freunden geliebt zu ſeyn, haͤtte Roſa beſtaͤn⸗ dig jene zarte Sorge und feine Aufmerkſamkeit fuͤr ſie gehabt, die die Wuͤrze des Lebens iſt! Soll denn dieſer ſanfte, guͤtige Engel der Raub eines Fergus werden? Er wird ſie gerade nicht mißhandeln, das bin ich uͤberzeigt. Er iſt un⸗

faͤhig, ihr ſchlecht zu begegnen; allein wenn

er einige Monathe mit ihr verhetrathet ſeyn