—
— 107—
„Ach! rief der Baron, die Urſache ſeines
Zorns erfahrend,“ er hat ſehr Recht; aber ſchre⸗
cken wird er den Cosmus Comines von Brad⸗ wardine nimmermehr!— Ich ehre das Un⸗ gluͤck! Ach! ich habe keinen Sohn, ich haͤtte den unglücklichen Vater helfen ſollen, den ich ſeines Einzigen beraubte, aber vor allen muß ich auf Familienehre denken: goͤnnet mir auf⸗ merkſames Gehoͤr.“
Die beiden Freunde geriethen in aͤngſtliche Erwartung und der Baronnet hub an:„Meine Kinder nach der ſorgſamen Erziehung, die Euch zu Theil ward, bin ich gewiß, daß ihr mit den
Lehnsgebraͤuchen bekannt ſeyd.“—
Fergus, eine lange Abhandlung fürchtend, eilte mit dem Kopfe zu winken, und ſtieß Wa⸗ verley'n, ein Gleiches zu thun.—„So werdet Ihr alſo auch wiſſen,“ fuhr der Baron fort, daß die Herrſchaft von Bradwardine ein Manns⸗ lehn iſt; ein Erbe ohne Grundzins, und daß man, als man einem meiner vielgelehrten Vor⸗ feuren den Titel eines Barons beylegte, keine andere Verpflichtung von ihm forderte, als dem Koͤnige, nach der Schlacht, ſeine Halbſtie⸗ feln auszuziehen: pro servitio distrahendi seu exuendi caligas regis post battaliam.“
Fergus kehaus ſich zu ſeinem Freunde, biß


