— 182—
„Nein Capitain, er iſt es nicht. Er wuͤrde ſich geſchmaͤht glauben, wenn Ihr ihn Herr nenntet; aber als Fremder wuͤrde er Euch ent⸗ ſchuldigen, weil Euch die Titel und Gebraͤuche des Landes fremd ſind. Die Edlen der Flaͤchen nennen ihn gewoͤhnlich, nach ſeiner Beſitzung: Glennaquoich, aber die Hochlaͤnder nennen ihn Vich⸗Jan⸗Jvor, das heißt: Sohn Johanns des Großen. Wir heißen ihn hier bald ſo, bald ſo.“ Ich fuͤrchte ſehr, daß meine Zunge nie biegſam genug werden wird, um dieſe bar⸗ bariſchen Namen auszuſprechen.„Was ihn be⸗ trifft,“ ſetzte. Miß Roſa hinzu,„ſo iſt er ein ſehr ſchoͤner, gut erzogener Mann; ſeine Schwe⸗ ſter Flora gehoͤrt, wegen ihrer Schoͤnheit und Talente, zu den Vollkommenſten unſersGeſchlechts. Sie iſt in einem Kloſter ½ Frankreich erzogen, und war vor dieſem unſeligen Zwieſpalte meine beßte Freundinn. Lieber Capitain Waverley, ſucht meinen Vater zu bewegen, daß er dieſe Sache guͤtlich beylegt. Ich bin voͤllig uͤberzeigt, daß wir nur erſt den Anfang der Streitigkeiten geſehen haben, die Tully⸗Weolan zu leiden haben wird. Kaum ging ich in's zehnte Jahr — denn nie, wenn wir die Hochlaͤnder zu Feinden hatten, genoſſen wir Einen Augenblick Ruhe!— ſo entſtand hinter unſern Staͤllen


