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durch einen Hofmeiſter abhelfen koͤnnen; aber Sir Richard wagte es nicht, die Wahl eines ſolchen zu treffen, aus Furcht ſeinem Bruder zu mißfallen, und Sir Eberhard lag dieſer Auftrag keineswegs am Herzen, aus Furcht, einen Auf⸗ laurer des Gouvernements, oder wenigſtens einen unangenehmen Tiſchgenoſſen, in ſein Haus zu bringen. Bey dieſer Lage der Sachen wurde der junge Eduard, wenn er in Beerwald war, von dem Secretair ſeines Vaters, einem geiſt⸗ und geſchmackvollen jungen Manne unterrichtet, und der Schloßkapellan bereicherte ſeinen Geiſt mit allen Schäͤtzen der Literatur. In vieler Hinſicht war auch dieſer geeignet ſeinem Auftrag mit Ehren vorzuſtehen. Er hatte ſein Kloſter verlaſſen, weil man einen Eid von ihm ver⸗ langte, der gegen ſein Gewiſſen war. Er ver⸗ ſtand nicht nur die alten Sprachen ſehr gruͤnd⸗ lich, ſondern beſaß auch ausgebreitete Kenntniß der Kuͤnſte und Wiſſenſchaften, er ſprach die lebendigen Sprachen und war von einfachem,
beſcheidnen, rechtlichen Gemuͤth. Das Intereſſe
ſeiner Gewalt uͤber Eduard, ließ ihm aber die Gewohnheit verlieren, davon Gebrauch zu ma⸗
chen, ſo daß, wenn alſo ſein Zoͤgling zu ſeiner
Aufſicht zuruͤckkehrte, er ihn faſt die Freyheit
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ließ zu ſtudiren, was und wenn er wollte.


