Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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den ein zweytes Schloß Udolphs ſinden; einer der Fluͤgel deſſelben wird ſeit funfzig Jahren unbe⸗ wohnt, und die Schluͤſſel der Caſtellaninn oder dem Kellner anvertraut ſeyn; kaum werden ſie ſich auf ihren fleiſchloſen Beinen erhalten koͤn⸗ nen, wenn ſie den Helden oder die Heldinn herum⸗ fuͤhren; wir werden das Trauergeſchrey des Kaͤutz⸗ leins und des Meeradlers hoͤren. Haͤtte ich mir dann nicht die Verbindlichkeit aufgelegt, meine Erzaͤhlung nur durch den Scherz eines albernen Großknechts zu erheitern, der weder leſen noch ſchreiben kann, aben die ehrlichſte Haut iſt, oder durch die Vertraulichkeiten einer Kammerfrau, die allen Ankommenden die Blut⸗ und Schauergeſchichten erzaͤhlt, welche ſie im Vorzimmer erfahren hat? Haͤtte ich nun hin⸗ zugefuͤgt: Hiſtoriſcher Gegenſtand, aus Deutſchen Chroniken gezogen, wo gaͤbe es einen Leſer, der nicht ſcharfſinnig genug ſeyn wuͤrde, um ſich einen regierenden Abt ohne Sitten und ohne Religion, einen herrſchenden Herzog voll Un⸗ gerechtigkeit und Leidenſchaft, aine geheime Ver⸗ bindung zwiſchen Roſenkreutzern und Illumina⸗ ten, Leichentuͤcher, blutige Schatten, Gewoͤlbe, Elektriſirmaſchinen, Fallthuͤren, Blendlaternen u. ſ. w. dabey vorzuſtellen? Waͤre mir eingefallen, den andern Titel: Gefuͤhlsproben, zu waͤh⸗ A 2