Teil eines Werkes 
1. Band (1825)
Entstehung
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Sie halten alſo, meine Herren, dieſen Paß fuͤr verfaͤlſcht? Uns fuͤr Betruͤger? Sie aͤußern eine Beleidigung, welche, begruͤndet, uns an den Galgen braͤchte, unbegruͤndet, Sie

als Calumnianten der Verfolgung der Geſetze ausſtellte.

Mit nichten,— ſagte der Beamte— wir proteſtiren ge⸗ gen jede Beleidigung. Das vorgewieſene Papier mag ſeine Richtigkeit haben, aber wir ſind nicht befugt, die Unterſchrift des ehrenwerthen Squire zu recognosciren, noch viel weniger kann aber deſſen Erlaubniß den Zollgeſetzen etwas vergeben.

Mein Herr, wir ſind Fremde. Sollen wir der Autoritaͤt des Friedensrichters, oder der eines Zollviſitators trauen?

Der Beamte erroͤthete: Es ſteht in Ihrem Belieben.

Zeigen Sie uns das Geſetz, welches dem Friedensrichter unterſagt, eine Erlaubniß zu ertheilen, welche in einem kul⸗ tivirten Staate ſich von ſelbſt verſteht? Der rohe Suͤdſee⸗ Inſulaner achtet die Todten.

Auch wir, mein Herr, achten die Todten, und verlangen nichts als die Beobachtung der Form des Geſetzes. Nur die Beſichtigung des Leichenwagens und der Trauerkutſchen brau⸗ chen Sie ſich gefallen zu laſſen, und der Todte kann unge⸗ kraͤnkt weiter.

Wenn aber dieſer Verdacht, dieſe Viſitation allein, nach den Sitten der großen Franzoͤſiſchen Nation, ſo kraͤnkend

fuͤr den Familienſtolz iſt, daß der edle Sohn des Capitains lieber die Leiche des Vaters in die See verſenkte! Bedenken Sie, daß Frankreich, allein von allen Nationen, nicht die