Teil eines Werkes 
1. Band (1825)
Entstehung
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ten Ehre zu erweiſen, empoͤrend; auf der andern, wo man ſieht, daß dieſe Leidtragenden nicht Achtung, nicht Froͤmmig⸗ keit, ſondern irgend eine eigennuͤtzige Nebenabſicht zuſam⸗ mengefuͤhrt hat, iſt es ein ſtrafbarer Leichtſinn mit ſo heili⸗ gen Dingen getrieben.— Doch er hielt ploͤtzlich in ſeinen moraliſchen Gedanken inne, als er bedachte, daß ihn ſelbſt nur die Neugier in das Leichengefolge gefuͤhrt habe.

Der Zug hielt an der Barriere, einem einſam gelegenen Zollhauſe, und bald hoͤrten die Hinterſten einen lauten Wort⸗ wechſel. Wie es bei ſolchen Gelegenheiten zu gehen pfiegt, wollten dieſe auch Zeugen deſſen ſein, was die Vorderſten betraf, und der Zug loͤſte ſich auf, indem jeder Einzelne nach dem Orte, wo die Wagen ſtanden, zueilte. Nur Bertram ging mit Wenigen langſam dem Schauplatze zu, und fand daher bei ſeiner Ankunft den Wortwechſel ſchon zu einem heftigen Streite uͤbergegangen. Mehrere Zoll⸗Officianten ſtanden an dem niedergelaſſenen Schlagbaume, und es ergab ſich auf den erſten Blick, daß der Gegenſtand des Zankes nichts anders als die verwehrte Paſſage des Leichenzuges war. Ein Sprecher von letzterem ſagte eben mit ſehr gewandter Sprache aber nicht heftigem Tone:

Sie wollen alſo, meine Herren, den freien Laufpaß des Friedensrichters dieſer Grafſchaft nicht reſpektiren?

Der Friedensrichter kann, nach den neueſten Verordnun⸗ gen aus der Zollkammer und Admiralitaͤt, einen ſolchen nichs gusſtellen! entgegnete ein Beamter.