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men ſein, wenn nicht ein anderer Umſtand hinzugekommen waͤre. Ein Matroſe, welcher eine der benachbarten Hoͤhen erſtiegen hatte, ſchrie naͤmlich, ploͤtzlich herabſtuͤrzend: Die Graͤnzreiter kommen! Dies ſchien die Meuterer betroffen zu machen. Als die Unterhaͤndler ihre Verſprechungen eindring⸗ licher wiederholten, und die Gefahr bei der Unordnung und Verzoͤgerung des Zuges ſchilderten, wich die Menge endlich den Vernunftgruͤnden, ſo daß in wenigen Minuten der Zug wieder ſeine vorige Ordnung gewonnen hatte. Zwar brumm⸗ ten noch Einige ihr Liedchen hier und dort zu Ende, und der Schauſpieldirektor machte ziemlich vernehmbar die Be⸗ merkung: es ſei auf Erden kein Amt beſchwerlicher als das, eine trotzige Menge zu regieren; aber der Zug fam doch wie⸗ der in ſeinen gemeſſen feierlichen Gang, und man hoͤrte weit ber vom Anfange ein geiſtliches Lied anſtimmen. Schon fuͤrchtete Bertram, daß dies die luſtigen Geſellen in ſeiner Naͤhe reizen moͤchte, ihre obſeoͤneren Gaſſenhauer wieder her⸗ vorzuholen, und daß vielleicht ein ſehr anſtoͤßiger Wettſtreit
zwiſchen heiligem und profanem Geſange anheben moͤchte;
aber ganz wider ſeine Erwartung ging Jedermann in die Kirchenmelodie und das Kirchenlied ein, als ſei es nur eine Fortſetzung des eben abgebrochenen Gaſſenhauers. Bald er⸗ tönte ein voller, herrlicher Chor, und wer jetzt den ſchwar⸗
zen, langſamen Leichenzug geſehen, und die treffliche Aus⸗
fuͤhrung des Liedes gehoͤrt haͤtte, wuͤrde eine Scene, wie die
kurz vorhergehende, fuͤr unmoͤglich gehalten haben. 4 Na


