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Nach einigen Minuten ſtockte es, als haͤtten die vorder⸗ ſten Wagen ein Hinderniß im Wege gefunden; es dauerte aber nicht lange, ſo ſchien wieder Luft zu werden, und lang⸗ ſam und feierlich wurde weiter marſchirt. Jetzt ritten einige Reiter an den Fußgaͤngern in entgegengeſetzter Richtung voruͤber, und Bertram brauchte nicht erſt die Uniformliſten des Landes ſtudirt zu haben, um in ihnen Zoll⸗ oder Graͤnz⸗ beamte zu erkennen. Sie ließen ihre duͤrren Klepper im langſamen Schritte einhergehen, und muſterten jeden Einzel⸗ nen im Zuge mit mißtrauiſchen Blicken. Waͤhrend ſeine Be⸗ gleiter wie Pietiſten ihre Haͤupter niederſenkten, und den Choral mit verſtaͤrkter Stimme dabei herſangen, hatte Ber⸗ tram auch ſeiner Seits Gelegenheit und Luſt, dieſe fuͤr alle Strauchdiebe ſo furchtbaren Maͤnner genau zu betrachten. Das Reſultat ſeiner Beobachtungen beſtand indeſſen nur darin, daß ihre reſpektiven Geſichter weniger das Gepraͤge der Ehrlichkeit, als der Verſchmitztheit an ſich trugen.
Als die Neiter aus ihrem Geſichtskreiſe verſchwunden waren, wurde der geiſtliche Chor auch allmaͤlig immer ſchwaͤ⸗ cher, bis er endlich ganz verſtummte, und, vermuthlich von einem der vorigen Aufwiegler, ſogar das ſchmutzige Lied ange⸗ ſtimmt wurde, welches man leider jetzt ſo haͤuftg in den Gaſſen
unſerer großen Staͤdte hoͤrt, und welches anfaͤngt:
Gretli und Betli, zwei liebe Geſchwiſter, Saßen zuſammen im Eckfenſterlein, Paulus und Petrus, zwei große Apoſtel, 3 Standen unterm Fenſter— gehauen in Stein. I. Bd. I 15]
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