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als das Weltmeer auszutrocknen, Berge zu verſetzen und die Erde umzukehren? Und was bewirken ſie hoͤchſtens?— Sie ſchlagen die Spitze eines Felſens ein, welche dem Untenſte⸗ henden, ſo klein erſcheint, daß er die Aenderung kaum be⸗ merkt; ſie bauen zwei Zoll tief ins Meer hinein; aber ein Stein, der von der Spitze des Urgebirgs hinunterrollt, zer⸗ ſchmettert Hunderte dieſer Weltverbeſſerer, und ein Balken, der aus ihrem Damm abgleitet, vernichtet das Werk der Jahrhunderte!— 3
Dieſer Gedanke geſiel ihm dergeſtalt, daß er, ſeine Lage vergeſſend, Bleifeder und Pergament herauszog, um ihn nie⸗ derzuſchreiben. Noch fuͤhlte er Muͤdigkeit und ſetzte ſich des⸗ halb auf einen großen Stein, warf noch einmal den Blick hinaus uͤber die, jetzt ſilbern gefaͤrbte, Meeresflaͤche zur Sonne, welche nach Shakeſpeare eben auf den Zehen auf dem Meeresrande ſchwebte, und fing darauf an zu ſchreiben. Kaum mochte er einige Minuten ſo beſchaͤftigt dageſeen haben, als der Gedanke ihn noͤthigte, noch ein Mal auf das große Bild. der Sonne hinzuſchauen. Er blickte in die Hoͤhe, ſein Auge traf aber nicht die Himmelskoͤnigin, ſondern wenige Schritte vor ihm ſtand das alte Weib aus der Huͤtte, in ihrer aufge⸗ richteten furchtbaren Geſtalt. Das Morgenroth beleuchtete, indem ſie dem Betroffenen mit ihrem Leibe die Sonne ver⸗ barg, wunderbar ihren rothen Friesrock und die grauen Hanre, welche im Winde ſlatterten. Da die ſcharfen Ecken ihrer ganzen Geſtalt die Meeresflaͤche beruͤhrten, und nun der


