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im Leben erduldet?— Er ſah auf das Meer, und bemerkte, wie die, langſam daher rollenden, langen Wellen Bretterwerk, Seile und andere Schiffstruͤmmer an's Ufer brachten und hier an der ſteiken Kalkwand zerſchellten, um die Splitter mit ſich in den Abgrund hinab zu reißen.
Seltſam! rigf er aus.— Was kaum dem Meere entron⸗ nen iſt, wird, nach langem fruchtloſen Kampfe um Erhal⸗ tung, im Augenblicke fuͤr immer zerſtoͤrt. Gleicht nicht das Schickſal dieſer Schiffstrummer meinem eigenen? Mit wel⸗ cher, mir ſelbſt unbegreiflichen, Sehnſucht verlangte ich nach England! Ich uͤberwand alle Stuͤrme, welche mir auf dem Continent den Untergang drohten, und hier, dicht an Eng⸗ lands Kuͤſten, mußte mich der Orkan uͤberfallen, ich mußte mit dem Tode ringen, mußte ſehen„ wie ſeine Naͤhe alle Geſetze unter den Menſchen aufloͤſt und ſie den Thieren der Wuͤſte gleich ſtellt; ich mußte alles dies ſehen, um huͤlflos an den Strand geworfen zu werden und vielleicht von nenem dem Tode entgegen zu gehn? Zerbrechliches Kunſtwerk der Schoͤpfung! Welches Spielwerk der Elemente! Ein Trop⸗ fen Waſſer— denn was iſt die Welle anders, gegen den gro⸗ ßen Ocean gehalten,— ein Tropfen Waſſer reißt den Men⸗ ſchen mit ſich hinab, und ein Tropfen Waſſer hebt ihn wie⸗ der empor! Und welche Hebel ſtrengt unſer Verſtand an zur Erhaltung dieſes duͤrftigen Daſeins! Scheint es nicht, wenn unſere Philoſophen denken, wenn unſere Erfinder auf neue Maſchinen ſinnen, als gehe es auf nichts Geringeres hinaus⸗


