Teil eines Werkes 
1. Band (1825)
Entstehung
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welche ihre blaͤtterloſen Kronen daruͤber beugten, verbargen den Abſtand des Erdreichs, und die wohl mit Fleiß ange⸗ pflanzten Reſſeln und Dornſtraͤuche mochten ſchon zur Som⸗ merzeit ſo leicht keinen unbefugten Wanderer die Natur des Huͤgels zu erforſchen anlocken.

Durch das umſtehende Gebuͤſch zu dringen, wurde dem Entronnenen nicht ſchwer, und ſeine Muͤhe belohnt; denn nach wenigen Schritten lag vor ihm ausgebreitet das graͤn⸗ zenloſe Meer. Er ſtand an einem Abhange von Kalkſchiefer, welchen der mit dem Sturm verbundene Wolkenbruch ſchluͤpf⸗ rig gemacht, und viele tiefe Rinnen hinein geriſſen hatte, ſo daß der junge Mann behutſam gehen und ſich an den Straͤuchern halten mußte, um nicht von dem ziemlich hohen Ufer hinabzugleiten. Noch war das Meer in Bewegung, wie ſich auch dem Leidenſchaftlichen lange nachdem der Zorn aus⸗ gewuͤthet die Bruſt noch hebt. Doch ſchlugen die Wellen nicht bis an den Nand des erhoͤhten Ufers. Der Himmel war mit zerriſſenem Gewoͤlk bedeckt, und am fernen öſtlichen Rande des Meeres ging eben die Sonne auf, aber nicht in ihrer maieſtaͤtiſchen Klarheit, ſondern bluthroth, von Wolken

getheilt, und es ſchien, als zittere auch ſie; aber es waren

nur die Wellen, auf denen ſie ſcheinbar ſtand, und welche von derſelben auf ihrer dunkelen Stahlfarbe den roͤthlichen Schimmer entlehnt hatten.

Wenn die Sonne blutroth aufgeht— ſagte der junge Menſch — deutet es auf neue Stuͤrme. Habe ich nicht ſchon genug Stuͤrme