Teil eines Werkes 
1. Band (1825)
Entstehung
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zog dann mit beiden ſeltſame Kreiſe in der Luft, und ſtreute endlich eine Subſtanz in das Kohlenfeuer, wodurch dieſes zu einer hellen Flamme aufloderte, welche, uͤber dem Keſſel zuſammenſchlagend, die ganze Huͤtte auf einige Momente er⸗ hellte, und dann flackernd durch den Schornſtein verſchwand, um die Huͤtte in noch groͤßerer Finſterniß als vorher zuruͤck⸗ zulaſſen. In dieſem Momente hatte aber der Fremde Gelegen⸗ heit die ganze furchtbarr Geſtalt der Alten genau zu betrach⸗ ten. Sie mochte ſo groß wie ein ausgewachſener Mann ſein, ihre Glieder aber waren zu einer außerordentlichen Duͤrre zuſam⸗ mengeſchrumpft, ſo daß der rothe Friesrock in tauſend Falten auf ihrem Leibe zuſammen fiel. Ihre ſcharfen Knochenzuͤge, ihr brennendes Auge und die loſe umherfliegenden grauen Haare haͤtten auch auf einem ſonnenhellen Marktplatz er⸗ ſchrecken oͤnnem Sie hob ihre Knochenarme wie flehend nach der Stelle, wo der Schiffbruͤchige ſchlief; leicht aber konnte dieſer bemerken, daß nicht er, ſondern ein Gegenſtand in ſei⸗ ner Raͤhe ihre Aufmerkſamkeit reize. Bald erblickte er auch dicht neben ſich einen Stuhl, den einzigen in der Huͤtte, und darauf ſitzend ein Todtengerippe in der Stellung eines lebenden Menſchen. Sie ſtreckte die Haͤnde immer weiter nach ihm aus, als erwarte ſie ein Zeichen von demſelben; als aber der Todte ruhig ſitzen blieb, ſchlug ſie zuerſt die Haͤnde uͤber dem Koͤpfe zuſammen, warf danm voll Ingrimm den Spinnrocken um, und ſiel auf ihren Moosſeſſel zuruͤck. Wenn der junge Mann zuerſt Mitleiden bei dem Ausdrucke des