als Friedensrichter, die Schleichhaͤndler verfolgt, obgleich es ihm nicht gegluͤckt iſt, ihre gefaͤhrlichen Verbindungen auf dieſer Kuͤſte zu ſtoͤren. Er fing einſt⸗— es moͤgen fuͤnfund⸗ zwanzig Jahre her ſein,— einen jungen Burſchen von kaum ſiebenzehn Jahr, den Sohn einer Fiſcherin aus dem Dorfe, welches ſie dort in der Uferſpalte liegen ſehen. Des Flehens ſeiner Mutter ungeachtet, uͤberlieferte er ihn unbarmherzig dem Geſetze, und der Burſch endete am Galgen ſein Leben. Die Mutter— ſo hieß es allgemein,— habe unverſoͤhnlichen Haß dem Squire geſchworen; der Poͤbel glaubt ſogar, ſie habe mit den boͤſen Geiſtern einen Bund geſchloſſen, ihm das tiefſte Weh zu bereiten. Sir Morgan iſt zu groß ge⸗ ſinnt, um, auf dieſen Verdacht, ein dem Wahnſinn nahes Weib zu verfolgen. Leider verſaͤumte er auch die erſten Re⸗ geln der Vorſicht. Als ſeine Gattin ihre Niederkunft erwar⸗ tete, gelang es der Unheil Bruͤtenden, als Waͤrterin ſich ein⸗ zudraͤngen⸗ Noch iſt es unbekannt, ob es ihrer Liſt gelungen, oder welcher Zufall ſie beguͤnſtigt, daß kurz vor der Nieder⸗ kunft die andern wartenden Frauen ſich entfernten. Dieſen Augenblick nimmt das Weib wahr, und weiß durch irgend einen Spuk Sir Morgans Gattin ſo zu erſchrecken, daß eine ſchnelle Entbindung erfolgt. Die Tolle ergreift das neuge⸗ borne Kind, und ehe noch Jemand von dem Vorfalle Kunde erhaͤlt, iſt ſie zur Rebenpforte hinaus in dis Nacht hinein
geflohen. Als die Wartefrauen in das Zimmer zuruͤckkehren,
finden ſie die Woͤchnerin in den letzten Zuͤgen.„Erbarmen, Erbarmen! Mein Kind!“ waren die letzten Worte, welche


