Teil eines Werkes 
2. Band (1825)
Entstehung
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Aber ihr Verhaͤltniß zum Oheim? Er liebt ſie wie ein Kind, und ſie ihn wie einen Vater. Aber ſie hat das Gluͤck ſeines Lebens vernichtet

Wie? Durch eine ungluͤckliche Leidenſchaft.

Sprechen Sie weiter!

Mit einem Geaͤchteten einem Verworfenen ſcheuen Sie ſich nicht, Sir Davenant durch Zufall erfuhr ich mehr von dem traurigen Geheimniß, als ein Fremder, uͤberhaupt ein Mann, wiſſen durfte.

Ach ſo, Herr Bertram! O, das iſt nicht von Bedeu⸗ tung. Es iſt zwar gegruͤndet, daß die Lady ſich in einen Landſtreicher, oder vielleicht nur in ſeine romantiſche Ver⸗ huͤllung irgendwo in einer kleinen Stadt verliebte; aber ich fuͤrchte weder fuͤr Lady Ginievra, noch Sir Morgan. Eine ſolche romantiſche Liebe erledigt ſich mit wenigen Phraſen, Seufzern, einſamen Spaziergaͤngen am rauſchenden Bache, oder aͤhnlichem; und Maͤnner, wie wir, Herr Bertram, die wir keine Verſe machen, und ſtatt in Buͤchern in der Welt leben, ſtellen uns dergleichen viel zu ernſthaft vor. Es ſind jetzt wieder Romane in der Mode, wo wir aus dem freund⸗ lich heitern Leben in London und unſerm geſegneten Eng⸗ land hinausgefuͤhrt werden in die ſtinkenden Moraͤſte und die Rebelgegenden der Schottiſchen Gebirge. Dergleichen iſt nicht meine Partie, und gewiß auch nicht die Ihrige, Herr Bertram?

Bertram ließ ſeine Blicke auf der Erde ſchweifen. Sir Davenant fuhr fort: Da gehͤren ſolche romantiſche Aben⸗