aber Heil mir, Du biſt unſchuldig an der Blutſchuld, und
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der Freiheit, oder gar ein Engel ſonſt, ſtehe vor ihm, ſchlug er die Augen auf. Aber es war nur einer der auf ſeinem Thurme niſtenden Raben, welcher durch die Thurmluke ſich in das Gefaͤngniß verirrt hatte.
Bertram war aberglaͤubig, oder wollte es doch ſein. Waͤhrend der geaͤngſtigte Vogel an den rauhen Waͤnden um⸗ herflatterte, und den Ausgang nicht finden konnte, glaubte er eine Vorbedeutung ſeines eigenen Schickſals zu haben. Er vertiefte ſich ſo in ſeine mitleidige Anſchauung des Ra⸗ ben, daß er von dem Schließen der Riegel, welches jetzt wirklich erfolgte, nicht eher etwas hoͤrte, als bis die Thuͤr weit aufflog und der Squire, mit ſeinem Gefolge, unter welchem auch in der Ferne Ginievra zu ſehen war, an der
Schwelle ſich zeigte:
Kind des ungluͤcks— redete er feierlich den Gefangenen an— welchem feindlichen Zauberer biſt Du in die Haͤnde gefallen, daß er Dein Antlitz mit der Larve der Schuld be⸗ deckt, und Dich hat treten laſſen auf die Faͤhrten der Ver⸗ brecher?
Ich bin unſchuldig. Nicht? rief Bertram triumphirend aus.
unſchuldig in ſo fern, als— nein, Fremdling, unſchul⸗ dig nicht, denn kein boͤſer Geiſt hat ſo viel Macht, die Kerkerſchwelle Walladmors von dem alten Segen einer Fey zu entzaubern, daß ein Unſchuldiger koͤnnte hinuͤber geſtoßen werden. Du biſt ſchuldig, denn Du ſprangſt uͤber die Bar⸗ riere beim Leichenzuge, und begingſt dadurch ein Verbrechen;


