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mehr und nicht weniger als ein anmuthiges Maͤdchen war, ſo zeugte der Muth, mit welchem ſie, den Tod nicht ſcheuend, ſich in den Kerker gewagt hatte, von einer großen Seele, und ihre Liebe zu einem Geaͤchteten, daß ſie ſich uͤber die Verhaͤltniſſe der Convenienz hinweg geſetzt habe. Er wuͤnſchte faſt der Verbrecher zu ſein, um von ihr geliebt zu werden. Trotz dieſer Traͤume wurde ihm aber die Zeit nicht we⸗ nig lang. Da man ihm jetzt nur eine leichtere Kette ange⸗ legt hatte, konnte er mit etwas weniger Beſchwerde nach der Luke des Thurmes hinaufklettern. Aber der Anblick, den er hier gewann, war kein erfreulicher. Ein truͤber bedeckter Himmel oben, das kalte graue Meer unten. Es war ein Wetter, in welchem der Menſch nach haͤuslicher Geſelligkeit verlangt, und gern am lodernden Kamine der Strenge einer winterli⸗ chen Natur Trotz bietet. Bertram ſah bei guͤnſtigem Winde Schiffe den Kanal entlang, oder nach Irlands daͤmmernder Kuͤſte hinuͤber fliegen, ihn verlangte aber, obgleich er ſich ſo oft gelobt, Wales zu verlaſſen, nicht nach der Heimath; ſein groͤßter Wunſch war, daß die Thuͤr des Kerkers ſich oͤffnen, und ihm die ſchoͤne Geſtalt Freiheit verkuͤnden, und zum Verweilen in den wohnlichen Gemaͤchern der Burg einladen moͤge. Er horchte deshalb auf jede Bewegung, es war aber nur der Wind, welcher ihn taͤuſchte. Als der Schlummer ei⸗ nesmals ihn ſanft eingewiegt hatte, glaubte er uͤber ſich ein Schwingen in der Luft zu hoͤren, und eine leiſe Beruͤhrung zu empfenden. Hoffend, die ſchoͤne Geſſute alt Verkuͤnderin II. B d
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