der geworden, die Lußt des Wahnſinnes und der Verzweiflung miſchte ſich hinein, und halb lachend halb weinend ſtieß ſte folgende Verſe hinaus, indem ſie beſonders den Refrain auf ine fuͤr den Zuhrer furchtbare Weiſe hervorhob und die Strophe darauf mit einem ſchallenden Gelaͤchter ſchloß:
Meine Mutter hing hier am Rabenſtein,
Noch flattern die Lumpen im Wind. Mein Vater ſtarb im hohen Thurm,
Juchheißa ich bin ſein Kind.
Was ſollt' ich mich nicht freu'n:⸗
Nein Bruder ſtand auch am Rabenſtein, Und muß jetzt Karren ſchieben; Meine Schweſter ward dran ausgepeitſcht,
Iſt ehrlich doch geblieben. Was ſollt' ich mich nicht freun?
Drei Burſchen hingen am Rabenſtein An ein und ſelbem Tag,
Es waren meine Liebſten allzumal, Das war ein luſt'ger Tag! Was ſollt' ich mich nicht freun?
Wer niemals denkt an den Rabenſtein, Der mir auch nicht gefällt! 4 Sprach ich zum erſten Liebſten mein, Und er ging in die Welt. Was ſollt ich mich nicht freun?
Juchheißa wer am Rabenſtein, Der ſtirbt in freier Luft.
Die Glocken klingen vom Thurm ihm zu,
II. Bd.
Weiß nichts von Grab und Gruft. Was ſollt' ich mich nicht freun?
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