Teil eines Werkes 
3. Band (1825)
Entstehung
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aus der Pforte Nichols, der eben hinabſteigen wollte, um ſich einzuſchiffen, entgegen.

Biſt Du rief Bertram, breitete die Arme aus, ver⸗ mochte aber das Wort nicht auszuſprechen.

Dein Bruder antwortete Richols, und druͤckte ihn an ſeine Bruſt Dein Bruder. Wir waren Bruͤder auf der Tonne, die uns auf dem ſtuͤrmiſchen Meere erhielt. Bruder, ſei gluͤcklich mit ihr, und denke zuweilen des Bruders, der allein, einſam auf dem weiten Meere umherirrt. Lebe wohl dann fluͤſterte er ihm ins Ohr: Er hat mich zu ſich gelaſſen, er hat mich ein⸗ mal ans Herz gedruͤckt laß mich jetzt fort, ich moͤchte zu weich werden, um meiner Heerde wilder Thiere zu gebieten. Lebe wohl!

Er druͤckte ihn noch einmal heftig an die Bruſt und ver⸗ ſchwand alsdann mit Toms hinter dem Geſtraͤuch des Ufer⸗ randes. Im naͤchſten Momente ob er Zeit gebraucht hatte, bvon dem Ufer bis in den Saal, oder wie er dort hingekom⸗ men, wußte er nachher nicht lag er in den Armen ſeines Vaters. Als er aus denſelben ſich erhob, ſtand Ginievra, in Freudenthraͤnen ſchwimmend, mit klopfendem Buſen dicht hinter dem Squire. Mit innigem Wohlgefallen ſah dieſer dem naͤchſten Auftritte zu, und fluͤſterte zum ehrwuͤrdigen Maſter Simon: Habe ich es nicht geſagt an Arthurs Bach?

Nachdem Nichols Schiff aus dem Geſichtskreiſe verſchwun⸗ den war, wurde ein Dank⸗Gottesdienſt in der Hauskapelle gehalten, welchem alle Anweſende mit ſeltener Ruͤhrung und Erhebung beiwohnten. Den Tag beſchloß ein großes Feſtge⸗ lag in den untern Hallen, des Schloſſes, bei welchem Jeder⸗