Teil eines Werkes 
3. Band (1825)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

251

iſt der Schleichhaͤndler Nichols. Das iſt eine ſehr neue Er⸗ findung, und ich bin Ihnen außerordentlich fuͤr die Erzaͤh⸗ lung verbunden.

Die Citrone, Maſter Bertram! Sie iſt noch nicht ganz ausgedruͤckt Das Fiſcherweib wollte ich ſagen war allein bei der Niederkunft der Lady zugegen, und die Lady gebar Zwillinge, zwei Knaben. Die Fiſcherfrau, beguͤnſtigt durch die Nacht, nahm beide mit ſich fort. Das eine Kind warf ſie, in der Abſicht, es ums Leben zu bringen, von je⸗ nem Felſenvorſprunge der Burg, die Todesſpitze genannt, ins Meer; das andere aber biß ſie in den Arm, und ſandte es dem Schleichhaͤndler Jaeſon, mit der Bitte, es zum Smugg⸗ ler und Seeraͤuber in ſeinem Schiffe auferziehn zu laſſen. Waͤhrend deſſen aber hatte ein Kahn des Schleichhaͤndlers unter dem Schloſſe angelegt, und das von der Frau herabge⸗ worfene Kind war, durch ein halbes Wunder, an einer ſchraͤ⸗ gen, mit Moos und Gras bewachſenen Senkung des Felſens ſanft herunter rollend, lebendig geblieben, als es die Matro⸗ ſen auffingen. Jacſon, der ſich mit der Erziehung zweier Kinder nicht befaſſen wollte, pruͤfte beide, und da ihm das Herabgeſtnuͤrzte ſtaͤrker ſchien, erzog er es ſtatt deſſen, welches die Frau ihm zugeſandt hatte, und ſchickte das in den Arm gebiſſene bei naͤchſter Gelegenheit nach Hamburg. Das Kind, dem der Tod beſtimmt war, wurde Schleichhaͤndler, und es iſt Niklas; und das Kind, welches Schleichhaͤndler werden ſollte, wurde als Waiſenknabe in Deutſchland auferzogen, und Sie, Herr Bertram, ſind ſtatt eines Schleichhaͤndlers