Teil eines Werkes 
3. Band (1825)
Entstehung
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2.

ſers Lucius nach Rom. Aber als der große Held der Chri⸗ ſtenheit in Rom von allen Kardinaͤlen feierlich begruͤßt wurde, brachte man ihm die Nachricht, daß zugleich ſein Neffe Mor⸗ dred mit vielen Rittern der Tafelrunde von ihm abgefallen und ſich empoͤrt habe. Augenblicklich ſegelte Koͤnig Arthur nach Brittannien, landete nach einem blutigen Kampfe bei Sandwich, vertrieb den Mordred nach London, von London nach Wincheſter und von da aus nach Wales. Hier trat am Montage Trinitatis beim erſten Hahnenkraͤhen Sir Ga⸗ wein zu ihm, und ſprach zu ihm:Biſt du mein treuer Oheim und ſchaͤtzeſt dein Leben, ſo geh heut nicht in die Schlacht, denn Sir Lancelot mit vielen Rittern iſt noch in Frankreich und muß in Monatsfriſt zuruͤckkehren. Da rief der Koͤnig, noch ehe der Morgen graute, alle ſeine Ritter zuſammen, und erzaͤhlte ihnen, was Sir Gawein ihm geſagt hatte. Seine Ritter riethen, daß er einen Waffenherold an die Feinde ſenden ſolle, um eine freie Unterredung zu pfle⸗ gen. Da waͤhlte Koͤnig Arthur zwoͤlf ſeiner beſten Ritter und ritt mit ihnen dem Feinde entgegen. Seinem ganzen Heere aber befahl er, bereit zu ſtehn, doch ſolle Niemand eine Waffe ruͤhren, außer wenn ſie ein gezogenes Schwert erblickten. Und von der andern Seite ritt aus der Verrä- ther Mordred, und brachte auch zwoͤlf Ritter mit ſich, die beſten von ſeiner Parthei, um mit dem Koͤnige die Unterre⸗ dung zu halten. Und auch Mordred befahl ſeinem Heere bereit zu ſtehn, aber kein Mann ſolle eine Waffe ruͤhren,