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nenuntergang durfte ich mich Ihrer Gewogenheit ruͤhmen. Habe ich in der Nacht ein Verbrechen begangen, ſo geſchah es im Traume.
Ginievra blickte noch einmal in die Hoͤhe, erſt zoͤgernd, dann dreiſter, endlich uͤberflog wieder eine leichte Roͤthe ihre bleichen Wangen, und ſie reichte ihm die Hand mit den Wor⸗ ten: Verzeihen Sie, Herr Bertram.— Gott ſei Dank, Sie ſind es, und nicht James Nichols.
Warum muß meine ungluͤckſelige Aehnlichkeit mit dem Verbrecher ſo oft hier ſtoͤrend werden?
Es war nicht das allein. Hoͤren Sie, Herr Bertram— Sie fuͤhrte ihn an das noch immer offene Fenſter.— Ich ſah hinaus, um Aug' und Sinn an der klaren Fruͤhlingsluft, an dem blauen unermeßlichen Waſſerſpiegel zu ſtaͤrken. Mich duͤnkte, als ſaͤhe ich auf dem Spiegel alle Bilder wieder, die freudig und truͤbend mir je erſchienen waren. So ſah ich den wuͤrdigen Oheim, wie die Falten ſeiner Stirne zu ver⸗ ſchwinden, ſeine grauen Locken ſich wieder zu braͤunen ſchie⸗ nen. Rie geſehene Gaͤſte, Freude und Heiterkeit, waren ſeit Ihrer Naͤhe in dieſe Burg gekommen.— Da erblickte ich am fernen Meere ein Segel.— Sehn Sie— dort— dort — jetzt ſcheint die Sonne drauf.—
Ich ſehe— aber iſt die Erſcheinung eines Schiffes hier etwas Außergewoͤhnliches?
Leider nein.— Sehn Sie, iſt das nicht ein Schleich⸗ haͤndlerſchiff?— Mags meine Ahnung, mag es Taͤuſchung


