Teil eines Werkes 
3. Band (1825)
Entstehung
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Das alte Schloß gewann dadurch einen romantiſchen Anblick; lieblicher war indeſſen fuͤr unſern Helden, als er durch die kleine Nebenpforte den Schloßhof betrat, der An⸗ blick der ſchoͤnen Ginievra, welche, aus einem Seitenfenſter gelehnt, die Augen an dem großen, ruhig zu ihren Fuͤßen liegenden Ocean zu weiden ſchien. Ein leichter Wind ſpielte in ihren Locken, und zwei zahme Singvoͤgel faatterten ihr auf Kopf und Hals. Kaum aber gewahrte ſie den haſtig ein⸗ tretenden Bertram, als ſie einen lauten Schrei ausſtieß und⸗ wie ihm ſchien, ohnmaͤchtig zuruͤckſank.

Bertram, jetzt voͤllig im Schloſſe bekannt, ſtuͤrzte durch eine Wendeltreppe im Seitengebaͤude hinauf, und trat, da kein lebendes Weſen zugegen war, um ihn melden zu koͤn⸗ nen, auch jeder Verzug haͤtte gefaͤhrlich ſein koͤnnen, in das Zimmer der Lady. Wirklich lag Ginievra auf dem Boden niedergeſunken, nur ihr Haupt war auf einem Polſterſtuhle ruhend geblieben. Die Voͤgel flatterten beſorgt um ihre Ge⸗ bieterin, Bertram ſtuͤrzte auf die Ohnmaͤchtige hinzu, hob ſie in die Hoͤhe, und legte ſie auf ein Ruhebett. Sie ſchlug die Augen auf. Ihr erſter Blick ſiel auf Bertram, dem die Beſtuͤrzung noch nicht erlaubt hatte, ſeine fuͤr das Frauen⸗ gemach wenig ziemende Kleidung abzulegen, kaum aber hatte ihn ihr Auge getroffen, als ſie das Geſicht in ein Kiſſen druͤckte, und, mit der Hand den Juͤngling zuruͤckſtoßend, aus⸗ rief: Zuruͤck Verworfener!

um Gottes willen, Mylady! Noch geſtern beim Son⸗

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