193 hörte ſie noch ſein Schluchzen und den Ausruf:
„Ach! gute Mutter, warum mußte ich Sie ſo finden!“
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XXlI.
Maͤchtige Gemuͤthsbewegungen unterdruͤcken unſere gewoͤhnlichen Gefuͤhle. Als Maria am andern Morgen den Oberſten Lennox im Fruͤhſtuͤck⸗ zimmer fand, begruͤßte er ſie nicht mit der Foͤrm⸗ lichkeit eines Fremden, ſondern mit der Offenheit eines alten Bekannten, und ſprach von ſeiner Mutter mit aller Waͤrme ſeines Herzens. Ma⸗ ria wußte es, daß Mſtrs Lennox ihrem Sohne ihr Un gluͤck verheelt hatte. Es ſchien jedoch, daß er eine unbeſtimmte Ahnung davon gehabt habe, und nachdem er mit Muͤhe auf eine kurze Zeit Urlaub erhielt, eilte er, um entweder ſeine Furcht oder ſeine Hoffnungen verwireiiht zu ſehen.
„Und jetzt, da ich das alleraͤrgſte weiß, 4 ſagte er,„kann ich nichts anders thun, als kla⸗ gen. Meine Gegenwart ſcheint das Unglüͤck mei⸗ ner bedauerungswuͤrdigen Mutter mehr zu erhoͤ⸗ hen, als zu vermindern. O, es iſt herzzerreißend zu ſehen, wie die verfinſterten Augen ſtreben, das
Antlitz des Geliebten zu entdecken!
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